Winter macht dick?

Die Idee

Im Winter nimmt man leichter zu als im Sommer.

Stimmt das?

Ja

Warum

Zwar ist es nicht der Winter an sich, der unsere Hüften schwellen lässt, aber es gibt im Winter mehrere Aspekte, die das Zunehmen fördern.

Evolutionärer Vorteil

Seit der Steinzeit bis weit ins 20. Jahrhundert hinein, war es häufig lebensrettend, sich im Herbst möglichst viel Fett anzufuttern, um den mageren Winter zu überleben. Auch bei vielen Tieren kann man deutlich sehen, dass sie im Herbst dicker werden, als sie im Sommer waren.

Diese Strategie erhöht bei Mensch und Tier die Wahrscheinlich, bis zum nächsten Frühling durchzuhalten. Zusätzlich erhält eine Fettschicht die Körperwärme besser, was ein weiterer Vorteil beim Überwintern ist.

So ein wichtiger evolutionärer Vorteil setzt sich im Allgemeinen im Unterbewusstsein fest, sodass wir gar nicht darüber nachdenken müssen, sondern wie getrieben sind, uns im Herbst reichlicher und fetter zu ernähren. Und wenn es im eigentlichen Winter auch genug zu essen gibt: umso besser, dann wird fleissig weiter geschlemmt.

Der Haken bei der Sache ist nur, dass es heutzutage in den Industrieländern das ganze Jahr über genug zu essen gibt.

Die ehemalige Überlebensstrategie lässt uns heutzutage also unnötigerweise dick werden.

Feiertage

Schon lange vor Weihnachten lachen uns im nahenden Winter Weihnachtssüssigkeiten aller Art entgegen.

Da fällt es enorm schwer, vollständig zu verzichten.

Selbst wenn man sich nur zu manchen der leckeren Süsswaren und fettreicheren Gerichte hinreissen lässt, neigt der Körper dazu, diese zusätzliche Energie in Hüftgold umzusetzen.

Schliesslich rechnet der Körper ja mit mageren Zeiten.

Sportfeindliches Wetter

Abgesehen vom Skivergnügen, das manche Menschen im Winter in Bewegung bringt, ist das Winterhalbjahr meistens weniger verlockend für Sport in der freien Natur.

Sogar der Weg zum Fitnessstudio ist ungemütlicher als im Sommer.

Ausserdem ist man durch den Lichtmangel müder als an langen Sommertagen.

Zu der tendenziell reichlicheren Ernährung kommt also auch noch weniger Bewegung.

Da fällt es relativ schwer, das Gewicht zu halten.

Abhilfe

Um dem Winterspeck zu entgehen, muss man sich an mehreren Fronten zusammenreissen.

Wenn man sich den süssen und faulen Verlockungen des Winters jedoch bewusst ist, kann man persönliche Strategien ausarbeiten, um den Speckringen zu entgehen.

Ein Trimmrad vor dem Fernseher kann manch sportlichen Einsatz an der frischen Luft ersetzen und Gemüsesuppen und viel Salat können dem Heisshunger entgegenwirken.

Statt jede Menge Schokolade kann man sich Mandarinen und anderes Obst gönnen.

Eine helle Beleuchtung hilft zudem gegen wintelriche Trägheit.

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