Sport macht hungrig?

Die Idee

Bei Sport verbraucht man zwar Energie und verbrennt Fett, aber nach dem Sport hat man mehr Appetit und isst am Ende mehr als man durch den Sport verbrannt hat.

Stimmt das?

Nein.

Warum

Zwar isst man nach dem Sport etwas mehr, aber weniger als durch den Sport verbraucht wurde.

Untersuchungen ergaben, dass die Hormone (Ghrelin), die für Hungergefühle verantwortlich sind durch Sport nicht verändert werden.

Dass Hungergefühle beim Sport unterdrückt werden liegt daran, dass Hormone (PYY, GLP-1 and PP) produziert werden, die den Appetit reduzieren. Das erstaunliche ist aber, dass einige dieser natürlichen Appetitzügler (GLP-1 and PP) auch nach dem Sport noch vorhanden bleiben.

Denise Robertson und Kollegen an der University of Surrey testeten den Appetit nach 3 Stunden nach einem Frühstück mit und ohne Sport. Mit Sport (1 Stunde lockeres Fahrradfahren) wurde zwar etwas mehr gegessen, diese Menge reichte aber nicht aus um den Energieverbrauch beim Sport auszugleichen, es blieben etwa 140 kcal pro Tag "auf der Strecke".

Damit ist Sport dreifach positiv:

  • Sport verbraucht Energie
  • Sport baut Muskeln auf, die auch ohne Sport mehr Energie verbrauchen
  • Sport reduziert das Hungergefühl über den Sport hinaus
Das erklärt auch, warum viele Magersüchtige mit Sport und Bewegung das starke Hungergefühl erfolgreich unterdrücken.

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